In den nächsten vier Jahren will der Bund 12,7 Milliarden Franken in den Unterhalt und in die Erweiterung des Nationalstrassennetzes pumpen.

Dabei sollen auch 100 Autobahn-Raststätten so umgebaut werden, dass man dort pro Rastplatz mindestens vier Strom-Zapfsäulen für Elektro-Autos einrichten kann. Die Übung kostet um die 50 Millionen Franken.

Das ist sinnvoll, denn auf unseren Strassen verkehren immer mehr Autos und Lastwagen, die teils oder ganz elektrisch angetrieben werden. Der Touring-Club der Schweiz geht davon aus, dass 2030 mehr als die Hälfte reine Elektrofahrzeuge sein werden. Heute liegt der Anteil um die 18 Prozent.

Das Problem ist, dass diese E-Autos keinen Rappen an den Ausbau der Strasseninfrastruktur zahlen – und demzufolge auch nichts an die Infrastruktur für die Ladestationen beisteuern.

Das zahlen die Benziner über die Treibstoff-Abgabe. Oder besser gesagt: Die E-Autos benützen die Strasse und lassen sich diese von den Automobilisten mit Benzinkutschen bezahlen. Da E-Fahrzeuge Strom «tanken», müssen sie keine Benzinabgabe berappen.

Das ist politisch so gewollt, weil man die E-Mobilität aus klimapolitischen Gründen fördern, den Autos mit fossilen Treibstoffen dagegen den Garaus machen will.

Es ist aber nicht korrekt und obendrein Mumpitz. Selbst wenn alle Schweizer mit Elektromobilien unterwegs sind, hat das keinen Einfluss auf den Klimawandel. Es verschärft aber die Stromkrise, weil wir die Elektrizität für E-Autos noch gar nicht haben.